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Wie wird die vergrößerte Schilddrüse behandelt ?
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Wie wird die vergrößerte Schilddrüse behandelt ?
1. Medikamentöse Behandlung:
Die Behandlung mit Jod ist von allen Möglichkeiten die „normalste“ Behandlung, da sie lediglich die Schilddrüse in einer ausgeprägten Jodmangelsituation wieder in die Lage versetzt, ausreichende Mengen von Schilddrüsenhormon zu bilden. Hierdurch wird die Jodarmut der Schilddrüse beseitigt, der Wachstumsreiz für die Schilddrüse entfällt, sie wächst nicht weiter oder verkleinert sich sogar.
Die Behandlung mit Jod ist immer dann am wirksamsten,wenn eine Schilddrüsenvergrößerung noch nicht zu lange besteht, d.h., wenn der betroffene Patient noch nicht zu alt ist.
Ideal ist die Jodbehandlung bei Kindern. Auch jugendliche oder junge Erwachsene mit einem gleichmäßigen Kropf sprechen auf die Jodbehandlung noch sehr gut an, das Ausgangsgewicht der Schilddrüse läßt sich im Durchschnitt um 20-40% reduzieren.
Bei älteren Patienten, bei seit Jahrzehnten bestehendem Kropf und bereits eingetretenen knotigen Veränderungen ist eine Jodbehandlung in den meisten Fällen nicht mehr wirksam, d.h. sie wird zu keiner Verkleinerung der Schilddrüse mehr führen.
Die Jodbehandlung kann durch die tägliche Einnahme einer Jodtablette erfolgen, es gibt aber auch Präparate , bei denen die Einnahme 1 Tbl. pro Woche ausreicht. Da die Schilddrüse in der Lage ist, Jod zu speichern, ist eine solche Behandlung in wöchentlichen Abständen möglich.
Die Jodbehandlung hat keinerlei Nebenwirkungen.
Bei einer stärkeren Vergrößerung der Schilddrüse kann diese auch durch die Einnahme von Schilddrüsenhormontabletten verkleinert werden.
Die Schilddrüsenhormondosis deckt zumindest einen großen Teil des täglichen Hormonbedarfs, so dass die Schilddrüse teilweise ruhiggestellt wird. So wächst der Kropf nicht mehr weiter, er wird allmählich immer kleiner.
2. Chirurgische Behandlung:
Schilddrüsenoperationen sind heute in Deutschland die 3.häufigste Operation nach der Entfernung des Blinddarms und der Leistenbruchoperation. Und noch vor der Gallenblasen-Op, d.h., es handelt sich bei der Schilddrüsenoperation um ein häufig durchgeführtes Verfahren, das in der Hand eines erfahrenen Chirurgen nur sehr geringe Risiken aufweist.
Bei einer jahrelang bestehenden und knotig umgewandelten großen Schilddrüse bestehen kaum noch Chancen, sie mit Medikamenten zu verkleinern. Hier ist eine Operation angezeigt.
Weitere Gründe für eine Schilddrüsenoperation sind, neben Schluckbeschwerden und Atemnot, vor allen Dingen an Größe zunehmende Knoten, diese könnten einem Schilddrüsen - Krebs entsprechen.
Nebenwirkungen:
Schädigung des Stimmbandnervs mit der Folge von Heiserkeit oder tonloser Stimme Schädigung oder Entfernung der Nebenschilddrüsen (Risiko von 1-2%) Nachblutungen oder Wundinfektioen wie bei jeder Operation.
3. Strahlenbehandlung mit radioaktivem Jod (Radiojodbehandlung):
Wenn dem Körper radioaktives Jod verabreicht wird, so wird dieses allein in der Schilddrüse gespeichert und setzt in der Schilddrüse seine Strahlungsenergie frei. Dies führt dazu, daß Schilddrüse - Zellen, zumindest teilweise, durch die Bestrahlung zerstört werden, zerfallen und anschließend von körpereigenen Mechanismen zerstört werden. Die Behandlung ist völlig nebenwirkungsfrei, der Patient merkt von der Bestrahlung nichts.
Die Radiojodbehandlung ist die ideale Behandlung bei älteren Menschen, die eine Operation nicht mehr durchführen lassen wollen oder solche Patienten, bei denen wg. Begleiterkrankungen ein erhöhtes Op-Risiko besteht.
Behandlung der Überfunktion:
Was ist das Ziel ?
Mit der Behandlung soll bewirkt werden, daß die Schilddrüse ihre übertriebene Hormonbildung verringert.
Wie kann das erreicht werden ?
3 Möglichkeiten:
durch Tabletten Durch Operation Durch radioaktives Jod.
Behandlung der Unterfunktion:
Ausgleich des Schilddrüsenhormonmangels durch Ersatz des körpereigenen Schilddrüse - Hormons durch von außen zugeführte Schilddrüse - Hormone, die aber chemisch mit dem körpereigenen Hormon völlig identisch sind.
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